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Malteser Krankenhaus zur Heiligen Familie in Bethlehem

Hiba - ein Geschenk Gottes

Hiba kam viel zu früh zur Welt. Nur 950 Gramm wog sie bei ihrer Geburt. Eigentlich ein Sonntagskind, doch wie viele Frühchen war sie sehr krank. Sie litt unter anderem an Störungen der Lungenfunktion, einer Fuß-Fehlstellung und an einer Blutvergiftung.

Die Ärzte und Schwestern auf der Neugeborenen-Intensivstation kämpften um Hibas Leben. Jeden Tag hat Maha ihr Töchterchen auf der Intensivstation besucht und gebetet, dass die Kleine es schaffen wird.

Maha und ihr Mann Hassan haben in den zehn Jahren ihrer Ehe schon viele Schicksalsschläge verkraften müssen. Maha hat bereits sieben Fehlgeburten erlitten. Drei weitere Babys kamen zu früh auf die Welt, zwei davon lebten nur wenige Stunden. Ein Töchterchen starb mit acht Monaten an einem Herzfehler.

Hiba ist für Maha und Hassan ein wahres Geschenk Gottes. Zärtlich küsst Maha Hibas Händchen und kann sich gar nicht satt sehen an ihr. Hassan ist unermüdlich auf Arbeitssuche. Seit er aufgrund der Abriegelungen nicht mehr nach Israel zur Arbeit kann, hält er seine Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser.

Die intensivmedizinische Behandlung seiner Tochter ist natürlich viel zu teuer, als dass er sie komplett bezahlen könnte. Deshalb muss er nur 1.000 Shekel, etwa 200 Euro, in Raten abzahlen, für den Rest springt die Armenkasse des Krankenhauses ein.

Die Freude ist groß: Hiba darf nach Hause
Am 15. November ist der große Tag: Maha und Hassan können Hiba endlich nach Hause holen. Sie wiegt jetzt etwas mehr als zwei Kilo und hat sich gut entwickelt. Auch die Ärzte und Krankenschwestern sind stolz und freuen sich mit den Eltern, dass Hiba jetzt nach Hause kann. Voller Freude holen die Eltern ihr Töchterchen im Krankenhaus ab.

Der stolze Vater verteilt als Dankeschön an das ganze Klinikteam Plätzchen. Eingepackt in viel zu viele Decken wiegt die Mutter Hiba auf ihren Armen als wäre sie zerbrechlich.

Ihre Augen leuchten vor Glück und Zärtlichkeit auf der Fahrt nach Dihiesheh, dem Stadtteil Bethlehems, in dem die Familie wohnt. Hiba schläft während der ganzen Fahrt. Zu Hause erwartet sie ein Meer aus Girlanden, mit der ihr Vater das Schlafzimmer zur Begrüßung für sein Töchterchen geschmückt hat.

Doch es mischt sich auch große Angst unter die Freude. Maha und Hassan machen sich Sorgen, ob Hiba auch wirklich gesund bleiben wird. In den nächsten Wochen wird Hiba deshalb auch noch jeden Freitag zur Kontrolle ins Malteser Krankenhaus zur Heiligen Familie kommen.

Ohne die Neugeborenen-Intensivstation des Malteser Krankenhauses hätte Hiba vermutlich nicht überlebt.

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