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Malteser Krankenhaus zur Heiligen Familie in Bethlehem

Im Dienst für die Ärmsten

Interview mit Dominique Jacqmin, der von 2013 bis 2015 Direktor des Malteser Krankenhauses zur Heiligen Familie in Bethlehem war. Der 60-jährige Vater von vier erwachsenen Kindern trat die Nachfolge von Dr. Jacques Keutgen an, der die Geburtsklinik über 10 Jahre leitete.

Herr Jacqmin, was hat Sie bewegt, diese Aufgabe im Heiligen Land zu übernehmen?
Mein dringlichster Wunsch war, einige Jahre einer wohltätigen katholischen Organisation zu widmen - im Dienst für die Armen. Außerdem kann ich für diese Managementaufgabe meine Erfahrungen aus langen Aufenthalten in Afrika und Asien einbringen. Dass ich nun nach Palästina kam, war eher Zufall - wichtig war mir das christliche Engagement.

Und haben Sie sich bereits gut eingelebt?
Ja, ich fühle mich hier in Bethlehem sehr willkommen. Ich wohne in einem Haus direkt neben dem Krankenhaus. Dei Menschen sind unglaublich nett und offen. Aber man spürt auch die hohe Arbeitslosigkeit und die Eingrenzung durch die Mauer zu Israel. In Palästina lebt es sich nicht so frei wie an anderen Orten.

Welche Bedeutung hat die Malteser Geburtsklinik für die Menschen vor Ort?
Unsere Klinik ist ein starkes Symbol für die Menschen hier - als Zeichen von ausländischem Interesse an dieser leidgeprüften Region, aber auch für den Erhalt des Christentums in Bethlehem bzw. Palästina. Das Krankenhaus setzt aber noch ein weiteres Zeichen: In einer Kultur, in der die Frauen früh Kinder bekommen und dann meist zuhause bleiben, bildet die Klinik erfreulich viele Frauen in Kooperation mit der Universität aus und gibt ihnen einen Arbeitsplatz. Dies belegt die hohe Zahl weiblicher Mitarbeiterinnen.

Welche Ziele haben Sie sich für Ihre Arbeit gesetzt?
Unverzichtbar ist die ständige Modernisierung, um den hohen Standard der medizinischen Versorgung weiter halten zu können. Dazu gehört auch die stärkere Nutzung von Computertechnik. Gleichteitig soll die Klinik zu einem noch offeneren, freundlicheren Ort werden, an dem christliche Werte und Arbeitsweisen von allen Mitarbeitern weiterhin gepflegt werden.

Wie sehen Sie die Zukunft des Krankenhauses?
Die Zukunft ist stark abhängig von der politischen Lage in Palästina. Die Krise in Syrien hat bisher keinen Einfluss auf das Leben und ARbeiten hier. Aber es ist zu befürchten, dass internationales Investment ausbleibt und auch der Tourismus zurückgeht. Das hätte dramatische wirtschaftliche Folgen und immer mehr Menschen, womöglcih noch zusätzlich viele Flüchtlinge, könnten ihre medizinische Versorgung nicht mehr selbst bezahlen.

Deshalb sind die Spenden aus dem Ausland so wichtig. Durch sie ist die Klinik zur Hälfte finanziert. Erst die Spenden ermöglichen die umfassende Versorgung während der Geburt und auf der Neugeborenen-Station. Auch für die geplante Renovierung des Operationssaals im Jahr 2014 brauchen wir zusätzliches Geld. Und so hoffe ich auf weiterhin rege Unterstützung, um Müttern und ihren Kindern in und um Bethlehem auch fünftig die bestmögliche medizinische Versorgung zu ermöglichen.

Mein dringlichster Wunsch war, einige Jahre einer wohltätigen katholischen Organisation zu widmen - im Dienst für die Armen. Außerdam kann ich für diese Managementaufgabe meine Erfahrungen aus langen Aufenthalten in Afrika und Asien einbringen. Dass ich nun nach Palästina kam, war eher Zufall - wichtig war mir das christliche Engagement.

Weitere Informationen

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Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax Bank  |  IBAN: DE92370601930002130041  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PAX