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Malteser Krankenhaus zur Heiligen Familie in Bethlehem

Interview Keutgen Jubiläum

Dr. Jacques Keutgen, war 10 Jahre lang Direktor des Krankenhauses in Bethlehem. Zu seinem 10-jährigen Dienstjubiläum im Jahr 2012 sprach er über die Entwicklung des Krankenhauses, seine Motivation dort zu arbeiten und über die Pläne für die nächsten Jahre.

Dr. Keutgen, die Malteser führen das Krankenhaus zur Heiligen Familie in Bethlehem seit 1990. Auf welche Entwicklung blicken sie insgesamt zurück?
Die Malteser haben das Krankenhaus in einer bedingt durch die politische Lage sehr schwierigen Zeit übernommen. Aus einer Klinik mit etwa 900 Geburten im Jahr hat sich ein hochmodernes Geburtskrankenhaus mit über 3000 Geburten jährlich entwickelt. Im Jahre 1998 eröffneten wir zudem eine 5-Bett-Intensivstation für die Betreuung von Frühgeburten. Sie wurde 2007 erstmals vergrößert und verfügt nun über 18 Intensivbetten.
 
Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit im Malteser Krankenhaus, 800 Meter vom Geburtsort Jesu entfernt?
Es ist eine tägliche Herausforderung auf medizinischem, persönlichem und religiösem Gebiet. Die Unterstützung durch unsere Spender erlaubt es uns, weiterhin in einer friedvollen Umgebung zu arbeiten und so mit einer christlichen Präsenz zum Frieden in dieser Gegend beizutragen. 
 
Sie haben die Intensivstation für Früh- und Neugeborene aufgebaut. Wo denken Sie, ist noch dringende Hilfe nötig?
Da unser Krankenhaus die einzige Anlaufstelle für Risikoschwangere im Westjordanland ist, kommen die Menschen aus der ganzen Region zu uns. Dieser Andrang sprengt das vorgesehene jährliche Budget. Wir brauchen dringend weitere Spenden, damit auch alle Babys der Hilfe suchenden Familien behandelt werden können.
 
Welche Pläne wollen Sie in den nächsten Jahren realisieren?
Wir planen eine umfassende Betreuung aller Ehepaare, speziell aber aller Frauen, die leiden. Sei es, weil sie eine Fehlgeburt hatten, ein missgebildetes Kind erwarten oder alleinstehend sind. Und die Vorsorge-Untersuchungen auch für nicht schwangere Frauen sowie Frauen nach den Wechseljahren sollen ausgebaut werden.
 
… und Ihre größten Wünsche?
Mein innigster Wunsch ist, dass der Mensch in unserer Geburtsklinik weiterhin im Vordergrund steht. Für uns alle wünsche ich mir, dass endlich Frieden im Heiligen Land einkehrt. Die Menschen hier brauchen dringend Zeichen der Solidarität. Aus diesem Grund freuen wir uns auch sehr über Besucher aus Europa, die zu Hause ihre Erfahrungen weitertragen.

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